Sonntag, 13. Februar 2011

chlaffentaler büffelhof?

 am donnerstag besuchten roland und ich eine informationsveranstaltung zum thema "wasserbüffel - eine nische für die zukunft?". die ausschreibung vom forschungsinstitut für biologischen landbau war sehr ansprechend und machte uns neugierig. und tatsächlich, die idee von der betriebsumstellung von kuhmilch- zur büffelmilchproduktion und büffelzucht reizt uns sehr.

die redner - verschiedene büffelhalter, ein forscher und ein milchverarbeiter - überzeugten uns davon, dass die haltung von büffel eine echte alternative zu den kühen wäre.


eindrücklich zeigten und erklärten einige schweizer büffelpioniere, wie sie die friedfertigen und ruhigen tiere halten. besonders toll war der besuch des riedenholzhofs bei zürich-seebach. dort sind bereits 40 büffel zuhause. fünf der büffelkühe leben im laufstall zusammen mit 50 holsteinerkühen, die andern sind in einem aufzuchtstall. die unterschiedlichen rassen vertragen sich sehr gut und nach einer eingewöhnungsphase lassen sich die büffel auch gut melchen. ihre milch ist sehr gehaltvoll und besonders gesucht für die erzeugung von büffelmozzarella. der schweizer markt ist noch lange nicht abgedeckt, sodass 3 .- Fr/lt bezahlt werden.



ein junges büffekuhlkalb kostet momentan 4000.- Fr. eine ganze stange geld.... ein tragendes rind 8000.- Fr. allerding werden büffel älter und können länger genutzt werden, sind weniger anfällig für krankheiten und fressen nur rohfaserfutter. das zufüttern mit (teurem) kraftfutter würde entfallen. auch in der unterbringung sind sie genügsam. lediglich stabiles "ausbruchgestänge" müsste im  fressbereich angebracht werden, will man sie im anbindestall unterbringen. im sommer sollten die tiere einen wühl- und schlammplatz zur verfügung haben, wobei eine gartenschlauchdusche 3x am tag reicht. auch jungbullen können problemlos in einer herde zwei jahre im freien gemästet werden. sie sind ebenfalls ruhig und anhänglich.  pronatura  ist daran interessiert, dass solche kleineren herden in ihren naturschutzgebieten weiden, da sie gerne schilf und gräser fressen und feuchtgebiete auf natürliche art für neuen pflanzenwuchs roden.


ist das chälbli nicht schnusig... wir waren/sind richtig verliebt!
faszinierend war, dass die tiere wirklich sehr neugierig sind und sofort alles beschnuppern wollen. ist man an ihnen interessiert und verhält sich ruhig, nehmen sie einem (mit der zeit) in ihrer herde auf. ein halter erzählte, dass er das "kalb" der leitbüffelkuh wäre und sie ihn stets beschützen will.
ob je ein büffel ins chlaffental ziehen wird, steht in den sternen - gerechnet wird aber unsererseits. dieser tag und das lässige tier haben uns auf jeden fall überzeugt... on verra.

1 Kommentar:

  1. Also ICH würde mich auf euern Büffelmozzarella im Hofladen freuen, wenn ich gleich hauseigenes Brot und Tomaten aus euerm Garten kaufen würde.....
    Und ich glaube, damit könntet ihr auch in der Besenbeiz diverse neue Gäste anlocken! Jupii!

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